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Ein neuer Weitwanderweg wird erkundet: Die Bayerische Donau von Donauwörth nach Passau

Teil 1: Donauwörth (Donau-km 2510) – Kelheim (Donau-km 2410), gesamte Wanderstrecke etwa 112 km

Wanderkarten: Umgebungskarten des Bayerischen Landesvermessungsamtes, folgende Blätter:

UK L 15            Neues Fränkisches Seenland, Naturpark Altmühltal (westlicher Teil)

UK 50-24         Naturpark Altmühltal (mittlerer Teil)

UK 50-25         Naturpark Altmühltal (östlicher Teil)

Wir haben nicht lange mit der Zusage gezögert, als uns die Anfrage des Touristik-Service Dietmann und der ARGE Deutsche Donau erreichte. Der Auftrag lautet: Erkundung eines neuen Weitwanderweges zwischen Donauwörth und Passau, orientiert am Lauf der Donau, die Sehenswürdigkeiten verknüpfend, den Donau-Radweg möglichst vermeidend, vorhandene, markierte Wanderwege nutzend, die gute regionale Gastronomie und ihre Übernachtungsmöglichkeiten genießend und das ganze nutzbar für ein Angebot „Wandern ohne Gepäck“. Im Mai 2008 war es dann so weit. Hier das Ergebnis:

1. Tag: Pfingstsonntag, 11. Mai 2008 Donauwörth – Marxheim

Durch Bayerisch Schwaben: Auf interessanten Stadtwegen geht es durch die ehemalige Freie Reichsstadt Donauwörth, dann steil hinauf auf die Monheimer Alb, den südlichsten Teil der Fränkischen Alb. Aussichtsreiche Wege führen hoch über der Donau nach Schloss Leitheim und nach Marxheim, dem letzten Ort Schwabens vor der „Grenze“ zur Pfalz

Strecke: ca. 19,5 km, Höhenmeter: ca. 200 m, Gehzeit: ca. 4,5  bis 5 h, Karte: UK L 15

Die Anfahrt mit der Bahn nach Donauwörth ist pfingstfeiertagsmäßig angenehm und ruhig. Der Himmel lacht strahlend blau. Donauwörth empfängt uns in Sonntagsstimmung. Über die Altstadtinsel Wörth und durchs Riedertor gelangen wir zur berühmten Reichsstraße, der wir bis zum Fuggerhaus, heute das Landratsamt des Kreises Donau – Ries, folgen.

       

Das Eis schmeckt ... am Riedertor                                            Die Donauwörther Reichsstraße                                                                                                Fuggerhaus, heute Landratsamt

Auf schattigen Fußwegen vorbei am Mangoldstein und am Freibad erreichen wir die Afred-Delp-Kaserne und an ihrem Nordrand den Weg nach Zirgesheim – leider asphaltiert und mit Autoverkehr. Aber es gibt die Möglichkeit im Schatten der Bäume auf dem Grasstreifen neben der Straße zu gehen.

       

Wanderwege in und um Donauwörth

       

Der Asphalt quält uns bis zum Karbeiserhof. Endlich ein schöner, aussichtsreicher Schotter- und Grasweg Richtung Napoleonstein. Dieser ist dann eine Enttäuschung, während der Rastplatz auf dem Friedhof neben der Kirche, wenige Meter unterhalb, ein Genuss ist.

       

Endlich ein wanderbarer Weg: Vom Karbeiserhof zur Kirche von Schäfstall                                                                                                                                                        Schloss Leitheim

Mit dem Lineal gezogene Agrarstraßen führen uns zu den Sportplätzen bei Altisheim, wo wir auch den Donauradweg erreichen. In Altisheim bewirtet uns gastfreundlich der *Landgasthof Grünenwald, Hopfenweg 4, Tel. 09097 266 (Hinweisschilder zeigen den Weg). Vom Gasthaus kommt man schnell zur Hauptstraße zurück und auf dem parallelen Geh- und Radweg zum Schloss Leitheim, einer Sommerresidenz des Reichsstifts Kaisheim, erbaut 1680 bis 1696, heute im Besitz des Freiherrn von Tucher. Die Rokokko-Ausstattung aus der Zeit um 1750 wurde vorbildlich restauriert. Im Sommer finden hier hochkarätige Kammerkonzerte statt. Das Schloss am alten Donaulauf wird heute als Hotelbetrieb von der Messerschmitt Stiftung geführt. Bekannte haben uns berichtet, dass man bei einer Übernachtung unbedingt den SPA-Bereich im Schloss probieren soll - alleine die schöne Beleuchtung mit den unzählig wunderschön verbauten Einbaulampen lässt einen in eine andere Welt eintauchen. Für Wanderer und Radler, die sich hier neue Energie für die Tour auftanken wollen sicher die richtige Wahl.

       

Hier sagen sich Fuchs ...                                                                                                Traumpfad nach Marxheim                                                                            "Sonne" in Marxheim

Wir folgen dem Radweg Richtung Marxheim nach Graisbach, in den Ort hinein, auf der Welfenstraße steil hoch, an der Bushaltestelle in die Reithgasse und dann immer auf der Höhe nach Osten durch die Felder, zunächst auf Asphalt, später auf Schotter, bis wir an einem Gehölzstreifen auf einen asphaltierten Querweg treffen. Hier rechts abwärts bis zur ersten Möglichkeit nach links abzubiegen. Wir halten uns links am anderen Rand des Gehölzstreifens und gehen auf dem Asphaltweg, der bald zum Grasweg wird, aufwärts, dann auf der Höhe rechts, bis wir im Wald auf den asphaltierten Hauptweg treffen. Auf diesem nach rechts bis zur Biogasanlage, wo wir nach rechts abbiegen und über die Schotterwegkreuzung zum Grasweg queren , der uns angenehm direkt hinunter ins Etappenziel Marxheim (Pfalzgasse) bringt. Am Rathaus nach rechts zur Bayernstraße, wo wir im Steakhaus „Zur Sonne“ ganz gut speisen, aber für Weitwanderer nicht sehr angenehm in einer kleinen Holzhütte übernachten müssen, da das Haus von Reitern belegt ist.

2. Tag: Pfingstmontag, 12. Mai 2008 Marxheim – Neuburg/Donau

Von Schwaben in die Pfalz: Auch auf dieser Etappe sagen sich Fuchs und Hase Gute Nacht. Bizarre Baumgestalten, orchideenreiche Waldlichtungen im Auwald, blumenreiche Heiden am Albsüdrand, Schmetterlinge vom Bläuling bis zum Schwalbenschwanz, Vogel- und Froschkonzerte – die ganze Vielfalt der Natur kann erlebt werden. Und am Ende die pfälzische Residenzstadt Neuburg/Donau mit ihren prunkvollen Gebäuden.

Strecke: ca. 22,5 km, Höhenmeter: ca. 50 m, Gehzeit: ca. 5  bis 5,5 h, Karte: UK L 15

Wir verlassen Marxheim auf der Bayernstraße in östlicher Richtung. Da gemäht ist, können wir rechts neben der Straße auf dem Grünstreifen gehen. In der Linkskurve nach etwa 400 m dann geradeaus auf dem Feldweg zum Waldrand, im Wald gleich links auf dem Waldweg Richtung Norden, bald an der bizarren Eiche nach rechts und auf dem schönen und interessanten Auwaldweg durch das Wannengries bis zur Waldwiese am Ende.

       

                                                                                                                            ... und Hase Guten Morgen                                                                                                            Wannengries: Orchis ustulata  

Hier rechts am Waldrand entlang bis zur Waldecke, dann links auf dem Grasweg zum Schotterweg, der am Kreuz zwischen zwei Bäumen auf die Straße trifft. Hier kurz rechts, dann links ab auf dem Feldweg bis zum ersten Querweg, hier wieder rechts und immer am Hangfuß entlang nach Osten bis auf die Höhe der Sportplätze zur Rechten. Hier endet der schöne Wiesenweg.

       

Runter zur Straße und nach Bertoldsheim hinein. Auf der Marxheimer Straße durch den Ort, vorbei an Kirche und Schloss (leider sehr marode und nicht zu besichtigen) mit Einkehrmöglichkeit in der Schlossgaststätte Schlamp, Bertoldsheim, Am Schloßberg 2, 08434 552.

       

Bertoldsheim: Nicht nur das Schloss ist marode ...                                                                                                                                                                                Antoniuskapelle

Wir passieren die kleine Antoniuskapelle, gehen auf dem Radweg rechts abwärts, queren die Straße und gehen immer geradeaus (Achtung: Nicht rechts auf den Radweg abbiegen!) auf dem zunächst asphaltierten Weg Richtung Nordosten, später Osten bis zum Ende am Querweg in der Nähe des Ortsrandes von Rennertshofen-Hatzenhofen. Hier an der Bank unter zwei Birken rechts abwärts zum Radweg, kurz links, wieder rechts, an der nächsten Kreuzung (versteckt ein kleines Wegkreuz) wieder links und entlang des Grabens, begleitet von Froschkonzert nach Stepperg hinein, wo uns die markierten Hochwasserstände imponieren. Wir gehen geradeaus in den Ort. Einkehrmöglichkeit im *Gasthaus Kimmerling, Poststraße 5, 08434 9163.

       

Schwalbenschwanz                                                                                                                                                                                                                            Aus der Ferne sieht das Schloss besser aus!

         

Froschweg vor Stepperg                                                                                            Willkommensgruß am Gasthaus Kmmerling                                                            Stepperg: Das Schloss der Grafen Moy  

Auf der Antonibergstraße hinauf zur Kirche und zum bewohnten Schloss der Grafen Moy. Linker Hand entlang der Mauer um das Schloss herum, rechts die Allee hinunter, die zur Wallfahrtskirche St. Anton und St. Anna führt. In der Senke führt ein Fußpfad rechts hinunter zur Donau, der Sie nun ab Flusskilometer 2486 bis Neuburg folgen. Anfangs ist es nur ein Trampelpfad am Fuß des z. T. felsigen Steilhangs des Antonibergs, später ein Dammweg durch urige Auenlandschaft.

       

Altwasser                                                                                                                 Am Antoniberg

         

               

Am Finkenstein rücken die Felsen – und der Radweg – näher. An der Staustufe Bittenbrunn queren wir aufs rechte Donauufer, wo wir auf einen schattigen Waldweg treffen, der uns unterhalb der Alten Burg am Steilufer entlang zum Stadtrand von Neuburg führt.

       

Hier steigen wir gleich die erste Treppe hoch zur Altstadt, gehen durch die Amalienstraße, am Karlsplatz rechts ab in die Apothekengasse, die zur Gerichtsgasse führt, vorbei am Gefängnis geradeaus zur Stadtbefestigung, kurz links, durch ein kleines Törlein auf einem Fußweg hinunter zum Graben, auf der Hofgartenstraße zur Luitpoldstraße, queren, kurz rechts bis zur Münchener Straße, wir links an der zweiten Querstraße (Färberstraße) ein einfaches Quartier im *Brauerei-Gasthof Neuwirt finden, der uns mit Spargelspezialitäten verwöhnt.

3. Tag: Dienstag, 13. Mai 2008 Neuburg/Donau - Ingolstadt

Zwischen der Residenzstadt und der Industrie- und Militärstadt: Auwald und Donau: Prunkvoll verabschiedet sich die Residenzstadt Neuburg. Die Donau und ihr Auwald, Altwässer und Biberlandschaft, dazwischen Orchideenwiesen und Froschkonzert, aber auch kilometerlange Dammwege an der Donau bestimmen das Bild der 3. Etappe, die in der zweiten Großstadt an der Donau endet.

Strecke: ca. 23,5 km, Höhenmeter: ca. 30 m, Gehzeit: ca. 5  bis 5,5 h, Karte: UK 50-24

Wir durchqueren die Neustadt auf der Färberstraße, auf der Schmidstraße, der Eisengasse und der Schrannenstraße. Am Hochederplatz erreichen wir das Donauufer und gehen auf der Uferpromenade Donau abwärts bis zum Englischen Garten, den wir auf dem blumenreichen Dammweg durchwandern bis Donau-Kilometer 2472.

        

              

Ein Schild weist auf Lebensgefahr für Bootsfahrer hin. Der Wanderer geht rechts ab auf einem Auwald-Traumpfad entlang eines Baches in Richtung Südosten. Beim Nistkasten Nr. 42 wieder rechts ab auf einem Holzabfuhrweg, am nächsten Schotterweg links und zur Staatsstraße 2043, die Sie überqueren. Auf dem Schotterweg kommen wir an die Rückseite (Ostecke) von Schloss Grünau, einem Jagdschloss des Kurfürsten Ottheinrich von der Pfalz. Im Schloss wird Ende 2008 ein Auen-Informationszentrum eröffnet werden. Dessen Metall-Infostele ist härter als die Stirn des Lustwandlers, der bei der Kollision zu Boden geht und die Nähkünste der Ärztin des Neuburger Krankenhauses testen darf.

       

       

Mit dem Taxi geht es zurück nach Grünau, zu Fuß dann zurück an die Ostecke der Schlossmauer, hier kurz rechts und sofort links auf den Schotterweg, der uns in nordöstlicher Richtung zur Donau bei km 2468,8 zurück führt. Auf rechtsufrigen Damm wandern wir meist im Schatten mehrmals an Orchideenwiesen, aber auch an Altwassern, Biberburgen und bei km 2465 an einem schönen Rastplatz mit Bänken vorbei. Bei km 2464 biegen wir kurz rechts ab, um auf den Hauptdamm zu gelangen und auf diesem weiter Richtung Ingolstadt zu gehen. Diesen Punkt nicht verpassen, denn man landet sonst in einer 1 km langen Damm-Sackgasse, das bedeutet 2 km Umweg!

       

           

Am Kraftwerk Ingolstadt queren wir aufs linke Ufer, gehen rechtwinklig von der Donau weg, über eine Fußgängerbrücke, gleich danach rechts entlang des Bächleins, in den Wald hinein, zurück zur Donau und auf dem Uferweg in die Stadt hinein, die wir nach Unterquerung der neuen Donaubrücke am südlichsten Punkt der Altstadt von Ingolstadt erreichen. Ein Fußweg führt durch die Grünanlagen bis zur Straße Am Münzbergtor, dann links in die Donaustraße, über den Rathausplatz bis zum Straßenkreuz in der Stadtmitte. Hier links in die Theresienstraße, wo wir gleich linker Hand unser **Hotel Adler finden. Leider ist die Küche des Weißbräuhauses zum Herrnbräu eine Enttäuschung!

       

4. Tag: Mittwoch, 14. Mai 2008 Ingolstadt - Vohburg

Von der boomenden Großstadt in die beschauliche Kleinstadt: Die Großstadt Ingolstadt verabschiedet den Wanderer mit schönen Stadtwanderwegen. Bald aber bestimmt wieder der Auwald mit seinen Altwassern das Bild. Hier hat die Rückkehr des Bibers nach Süddeutschland begonnen. Überall sieht man seine Spuren: Biberrutschen, -wege, gefällte und abgenagte Bäume …. Aber auch Kraftwerke und Erdölraffinerien drängen sich ins Bild.

Strecke: ca. 16,5 km, Höhenmeter: ca. 20 m, Gehzeit: ca. 5 h, Karte: UK 50-24 und UK 50-25

Von der Theresienstraße geradeaus weiter in die Ludwigstraße, dann rechts ab in die Mauthstraße, die am Stadttheater auf die Uferstraße Schlosslände trifft, die wir durch eine Fußgängerunterführung queren. Gegenüber dem Neuen Schloss treffen wir auf die neue Fußgängerbrücke, über die wir das rechte Ufer der Donau beim Tilly-Reduit erreichen. An der Donau entlang geht es weiter unter der Eisenbahn durch zur großen Straßenkreuzung Südliche Ringstraße/Schillerbrücke/Donaulände/Peisserstraße.

           

Wir queren in südostlicher Richtung und kommen zwischen der Peisserstraße und der Südlichen Ringstraße zu einem Fußweg, der über einen Kilometer in südöstlicher Richtung zur Unterführung unter der Autobahn A 9 führt.

       

Auf der anderen Seite treffen wir auf die Straße Am Auwaldsee, die das gleichnamige Erholungsgebiet erschließt. Nördlich der Straße befindet sich militärisches Gelände. Am Ende dieses Sperrgebiets, quasi vor den Toren der Erdölraffinerie Ingolstadt, geht es nach links (Radweghinweis Vohburg) in den Steckenlohweg, der zum Dammweg führt. Bei Sonnenschein geht man besser auf dem schattigen Parallelweg am Dammfuß. Nach dem Naturschutzgebiet kurz links zur Donau und auf dem Uferweg Donau abwärts.

       

       

Den Abstecher über die Brücke nach Großmehring kann man sich sparen, denn kein einziges der auf Schildern großartig angekündigten Gasthäuser hat tagsüber geöffnet. Aber wir finden einen schönen Rastplatz am Donauufer!

           

So geht es angenehm im Schatten am Flussufer weiter bis km 2448. Hier weist uns ein Umleitungsschild rechts in den Wald Richtung Irsching. Ein Versuch entlang der Donau durchzukommen ist zum Scheitern verurteilt!

       

Also brav auf der ausgeschilderten Umleitung nach Irsching, hier auf der Hauptstraße links, ganz durch den Ort, am Ortsende geradeaus in die Angerstraße, auf dem asphaltierten Weg an den Verladeanlagen der Raffinerie Vohburg vorbei, in die Austraße und schließlich durch das Kleine Donautor hinein in das malerische Städtchen Vohburg, wo sich gleich links unser *Gasthof Stöttner-Bräu befindet.

5. Tag: Donnerstag, 15. Mai 2008 Vohburg – Bad Gögging

Bayerische Kleinstädte, Erdölraffinerien und schließlich ein Mini-Kurort: Die große Donau, die Kleine Donau und andere Altwasser begleiten den Wanderer. Auch die Ilm benutzt in ihrem Unterlauf ehemalige Donau-Flussschlingen. Dazwischen stehende Gewässer, Froschgräben  mit entsprechendem Konzert, Störche, Reiher, Gänse, Schwäne, Enten …. Am Weg liegt das altbayerische Städtchen Neustadt. Das Etappenziel ist Bad Gögging, ein kleiner, junger Kurort, wo man es sich gut gehen lassen kann.

Strecke: ca. 16,5 km, Höhenmeter: ca. 20 m, Gehzeit: ca. 4 bis 4,5 h, Karte: UK 50-25

Wir gehen wieder durch das Kleine Donautor aus Alt-Vohburg hinaus, links Richtung Regensburg auf dem Fußweg neben der Straße, dann wieder links Richtung Donaubrücke.

           

Gleich nach Überquerung der Kleinen Donau (Achtung: Nicht die große Donau überqueren!), am Ende des Brückengeländers den Fußpfad rechts abwärts zum Damm, gleich links hinunter zum Parallelweg nördlich des Dammes und nach wenigen Metern am Waldrand links hinein in den Wald auf dem Waldweg zur großen Donau, die wir bei km 2441,6 erreichen.  Hier auf dem rechten Ufer flussabwärts bis km 2440,4, dann rechts auf dem Waldweg zurück zur Kleinen Donau, hoch auf den Damm und über den Eisernen Steg auf das südliche Ufer, wo wir jetzt auf einige Kilometer die Alternative zwischen dem sonnigen Weg auf der Dammkrone und dem etwas weniger sonnigen Parallelweg am Dammfuß haben.

       

Tierbeobachter und Naturfreunde kommen auf ihre Kosten. Wir überqueren die Straße Münchsmünster – Pförring und bleiben anschließend bei Giesenau und Gaden immer auf dem Schotterweg auf dem Damm. Dann wird der Weg am Dammfuß schattiger – wir wechseln runter und erreichen bald die Ilm, an der wir bis zur Unterquerung der Bundesstraße B 299 entlang gehen. Unten durch, gleich rechts hoch und entlang der Straße auf dem Fußweg bis zum Neustädter Stadtteil Wöhr. Hier links (Richtung Neustadt und Bad Gögging) bis von links die Alte Donaustraße einmündet. Wir gehen auf der Fortsetzung der Alten Donaustraße auf der anderen Straßenseite (direkt nach der Brücke), ein schöner von alten Birken gesäumter Rad- und Fußweg, zur Nordwestecke der Altstadt von Neustadt, queren die Straße Am Westhang zum Fußweg, der auf den westlichen Stadtwall führt, erreichen schnell das kleine Stadttor am Krebsturm, durch das wir die Stadt betreten. Schnell sind wir in der Stadtmitte, wo man gleich rechts in der Herzog-Ludwig-Straße 6 im Gasthof Gigl oder im Gasthaus Amtmann gegenüber einkehren kann.

       

Auf der Herzog-Ludwig-Straße in nördlicher Richtung zum Stadion, links daran vorbei auf der Bad Göginger Straße hinaus nach Bad Gögging, hier in der Ortsmitte nach links Richtung Sitting. Gleich nach der Brücke über die Abens finden wir linker Hand unser **Hotel Eisvogel

6. Tag: Freitag, 16. Mai 2008 Bad Gögging - Kelheim

Auf der Römerschlaufe des Jurasteigs zum Donaudurchbruch: Premiumwege haben Konjunktur. Diese Wanderwege genügen, was Wegführung und Markierung angeht, höchsten Ansprüchen und sind vom Deutschen Wanderverband zertifiziert. Eine „Schlaufe“ des zertifizierten Jurasteigs wird auf dieser Etappe begangen. Und schließlich ist der Donaudurchbruch beim Kloster Weltenburg einer der schönsten Abschnitte der Donau überhaupt – und am besten zu genießen per Schiff

Strecke: ca. 14,5 km zu Fuß und 6 km mit dem Schiff, Höhenmeter: ca. 100 m, Gehzeit: ca. 4 bis 4,5 h, Karte: UK 50-25

Wir verlassen Bad Gögging in nordwestlicher Richtung auf der Straße Richtung Sittling. Bald erkennen wir die blaue Jurasteig-Markierung an Straßenbeleuchtungsmasten, folgen aber vorerst der Straße und biegen rechts ab in die Wohnsiedlung Am Dachsenfeld, folgen der Straße bis ans Ende, biegen links in den Flurweg, der am Ortrand zum Feldweg wird und nach etwa 150 m auf die Römerschlaufe des Jurasteigs trifft.

           

Hier gehen wir rechts und folgen konsequent der Jurasteigmarkierung, die äußerst zuverlässig an jeder Richtungsänderung angebracht ist. Es kann also über längere Wegstrecken, so lange sich die Richtung nicht ändert, keinerlei Markierung auftauchen. Der Weg führt durch Hopfen- und Spargelfelder, am Waldrand entlang, über Wacholderheiden und schließlich zur Donau, die wir bei km 2427,8 erreichen.

       

       

       

Auf dem schönen Uferweg wandern wir an Staubing vorbei bis nach Weltenburg, kehren in der Klosterschenke (09441 3682) ein und trinken das weltberühmte Klosterbier. Halbstündlich um .10 und um .40 fährt im Sommerhalbjahr ein Schiff ab nach Kelheim. Vom Schiff aus genießen wir die großartige Szenerie, erläutert per Lautsprecher. Nach 20 Minuten erreichen wir Kelheim. Die Bahn bringt uns dann vom Bahnhof Saal zurück in die Heimat.